MAIN-POST: Hofstettener feierten frohes Wiedersehen

Bericht von Ferdinand Heilgenthal

Drei Tage gute Stimmung wurde beim 17. Internationalen Hofstettentreffen geboten. Die fast zweijährigen Vorbereitungen und der Einsatz vieler Helfer haben sich gelohnt.„Jetzt ist es auch Zeit, dass es losgeht“, meinte Arnold Fasel, Brennereichef und neben Christoph Rüb Vorsitzender der Festgesellschaft Hofstetten GbR, kurz bevor am Freitagnachmittag die ersten Gäste zum 17. Internationalen Hofstettentreffen eintrafen. Seit fast zwei Jahren haben die beiden Vereinsvorstände von Blaskapelle und Allgemeiner Sportvereinigung das große Treffen mit vielen Helfern vorbereitet und sie hatten auch das Glück des Tüchtigen mit dem Wetter. Gegen 16 Uhr trafen sechs Reisebusse und nach und nach auch Privatfahrzeuge aus den verschiedenen Hofstetten ein. Die weiteste Anreise mit über acht Stunden hatten die Österreicher aus Hofstetten-Grünau. Die Schweizer aus Hofstetten/Flüh kamen sogar mit dem Mannschaftsbus des FC Basel und dann waren noch vertreten die Namensvettern aus Hofstetten bei Zürich, die aus dem Schwarzwald, aus Hofstetten bei Landsberg am Lech, die Mittelfranken aus den Orten bei Hilpoltstein und Roth, die Eichstätter, von denen einige sogar die Strecke gewandert waren, und schließlich die Nachbarn aus Hofstetten bei Königsberg in Bayern und die aus dem Ortsteil von Kleinwallstadt. Christina Amend hatte alle Hände voll zu tun, im zum Ankunftsbüro umfunktionierten Buswartehäuschen am Kindergarten alle Listen mit den gemeldeten Gästen abzuarbeiten und die Quartiere zu verteilen. Im Dorfmittelpunkt begrüßten viele Höschter ihre Gäste, deren Heimatort leicht anhand der entsprechenden T-Shirts oder Trachten zuzuordnen war. Herzliche Umarmungen und Schulterklopfen gab es vor allem unter jenen, die sich schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten kennen. Schließlich zählen die „Höschter“ zusammen mit den Schwarzwäldern und den ersten Ausrichtern vom Lech zu den drei „Gründungsmitgliedern“, die dort schon beim Startschuss 1983 dabei war. Kein Wunder, dass die Begrüßung unter den „Veteranen“ besonders herzlich ausfiel. Bemerkenswert ist, dass die Begeisterung für die alle zwei Jahre in einem anderen Hofstetten stattfindende Begegnung nahtlos von einer an die nachfolgende Generation weitergegeben wird. Der Austausch über die modernen sozialen Medien leistet hierzu einen bedeutenden Beitrag.Daher war es auch kein Wunder, dass die Partyband „get up“ nach der Begrüßung durch Christoph Rüb keine Mühe hatte, unter dem vorwiegend jungen Publikum im gut gefüllten Zelt für die richtige Stimmung zu sorgen. Schon nach den ersten Takten der locker-leichten Partyhits wurde stehend auf den Bänken gefeiert. Etwas ruhiger ging es zweihundert Meter weiter im Dorfkern im Hof der „Höschter Brennerei“ der Familie Fasel zu. Mit der „handgemachter Musik“ von Lissy und Hans Heilgenthal sowie einigen Gastinterpreten, harmonierten Frankenwein, Hausmacher Wurst- und Käsebrot und hinterher der prämierte Edelbrand aus der eigenen Brennerei besonders gut. Währenddessen „feierten“ neben dem Bierzelt die diensthabenden Helfer vor Ort (HvO Hofstetten) mit Rotkreuz-Zelt, eigenem Einsatzwagen und einem großen Gerätefahrzeug recht still ihren ersten offiziellen Einsatz, bei dem sie auch an die Funkalarmierung angeschlossen waren. Am 10. Juli wird die gut ausgebildete und ausgerüstete 15-köpfige Ersthelfergruppe mit ihrem Leiter Dominik Herber offiziell in den Alarmierungsplan aufgenommen. Ebenfalls zu den eher stillen aber wichtigen Helfern zählten die bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebten Fährleute. An den zwei Festtagen setzten sie bis 1.30 Uhr nachts die Gäste über den Fluss. Bürgermeister und Schirmherr Jürgen Lippert nutzte mit seiner aus Hofstetten stammenden Gattin Annette ebenfalls den Fährdienst zu späterer Stunde und zeigte sich vom Charakter des Festes und der guten Stimmung sehr angetan. Am Samstag war für einen Teil der Hofstettener Bewegung angesagt. Etwa zwei Dutzend waren der Einladung zum Besuch der Ruine Schönrain gefolgt, deren Geschichte Rosi Weber in der mittelalterlichen Tracht der Gräfin Margarete vorstellte. Währenddessen kickten die Fußballer auf dem Kleinfeld um den Wanderpokal. Die Mannschaft Hofstetten bei Hilpoltstein I hatte schließlich die Nase vorn, gefolgt von Hofstetten bei Landsberg und Hilpoltstein II. Am Nachmittag beehrte hoher Besuch die Freunde des Frankenweins. Im Hof der Höschter Brennerei stellte die fränkische Weinkönigin Selina Werner aus Stammheim verschiedene Weine vor und die nahezu vollzählig erschienene Politprominenz sprach Grußworte. Bürgermeister und Schirmherr Jürgen Lippert hob die Besonderheit des Treffens hervor und lobte das Engagement der vielen Helfer, ohne die ein solches Fest nicht zu stemmen wäre. Humorvoll fügte er an: „Die Höschter haben sich schon einiges einfallen lassen. Schließlich haben sie sogar die Brücke abreißen lassen, um mit dem Fährbetrieb den Besuchern eine besondere Attraktion bieten zu können.“ Landrat Thomas Schiebel, der schon in seiner Bürgermeisterzeit Hofstettentreffen erleben durfte, hob die gewachsene Idee des Treffens hervor, das von der herzlichen, nicht aufgesetzten Begegnung lebt. Die Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann und Bernd Rützel würdigten den Kulturen verbindenden Charakter des internationalen Festes und Landtagsmitglied Thorsten Schwab wertete den Frankenwein als Botschafter für die Region. Mit einer Tanzvorführung am Wendeplatz in der Lohrer Straße begann der Höhepunkt des Festtages. Zu den Klängen der Musikkapelle Neuendorf tanzten die Hofstettener aller Regionen unter Anleitung von Lissy und Hans Heilgenthal fränkische Figurentänze, bevor sie im Festzug durch das Dorf in Richtung Festplatz marschierten. So vielfältig wie die Dialekte der Teilnehmer waren auch die Darbietungen am Heimatabend. Von den Schuhplattlern der Österreicher und den Landsbergern, den Volkstänzen der Schwarzwälder bis zum Showtanz der Garde der Gastgeber war alles vertreten. Besonders gefeiert wurde der Gesangsbeitrag der Kinder des Höschter Kindergartens. Für den zünftigen Ausklang des Abends sorgten die Rienecker Musikanten, die bewiesen, dass man auch mit feiner Blasmusik gute Partystimmung machen kann.

Festschrift gedruckt

Die Festschrift wurde vor kurzem fertiggestellt und ist bereits gedruckt. Am Fest wird dieses DinA5-Heft kostenlos ausgelegt mit allen Infos zu den Gast-Hofstetten und natürlich unserem Höscht. Herzlichen Dank geht bereits jetzt an die Firmen die inseriert haben und natürlich an Reinhold Bald und Rainer Mehrlich für die Kontaktaufnahme zu den Firmen. Ebenfalls bedanken wir uns bei Michael Bald (Steinbach) für die Setzung der Festschrift.

Gelungene Platzaktion

Eine gelungene "Platzaktion" mit vielen fleißigen Helfern konnte man am 13.05.17 durchführen. Es wurde die Zuschauerbarriere abgeschliffen und neu gestrichen. Die Hütte bekam ebenfalls einen neuen Anstrich. Zudem wurden alle Büsche um den Sportplatz herum gekürzt und geschnitten, sowie der Grillplatz aufgeräumt. Vielen DANK an alle Helfer (auch die, die nicht auf dem Bild sind :-)) !!!

Ortsplan zum Fest


Aufgrund des Brückenabrisses, fährt eine Fähre zwischen Langenprozelten und Hofstetten. Wegen des Festes fährt diese bis Nachts um 1:30 Uhr! In Langenprozelten gibt es zudem Bankautomaten (Raiffeisenbank, Sparkasse) und viele Einkaufsmöglichkeiten.
Fährzeiten beim Festbetrieb:
Freitag:     16.06.2017 6:00 – 01:30 Uhr
Samstag:  17.06.2017 8:00 – 01:30 Uhr
Sonntag:   18.06.2017 9:00 – 20.00 Uhr